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  Der Chinese Crested verkannter Zwerg?!

Oftmals wird der Chinese Crested aufgrund seiner Haarlosigkeit als Qualzüchtung, armer Hund ohne Fell dargestellt.
Als Besitzer eines solchen Hundes kann ich allerdings sagen: Es ist ein ganz normaler Hund, jedenfalls fühlt er sich so.
Der Chinese Crested ist sehr menschenbezogen und umgänglich, zumindest für seine Besitzer. Fremden gegenüber gibt er sich zuweilen wie ein zu klein geratener "Kampfhund".
Er bewacht seine Familie mit Argusaugen und ist den lieben langen Tag damit beschäftigt sein Zuhause zu überwachen und zu "beschützen".
Ansonsten ist der Chinese Crested ein ausgeglichener und sehr liebebedürftiger Partner.
Nicht zu verkennen ist auch der in diesem Hund schlummernde Jagdtrieb. Auffliegende Hühner oder das Weite suchende Katzen werden gern verfolgt, wenn auch, mangels Größe, mit wenig Erfolg.
Auf jeden Fall ist der Crested ein sehr mobiles kleines Kerlchen, dass immer zu Späßen aufgelegt seinem Besitzer sehr viel Freude machen kann.
Er spielt gern mit Kindern und wacht immer mit einem offenen Auge über sie.
Größere Hunde im Haushalt werden gern dominiert und "erzogen".

Nachfolgend eine Beschreibung der Rasse:
Der Chinesische Schopfhund (Chinese-Crested-Dog)

Den Chinese Crested Dog finden wir im kynologischen Weltverband der F.C.I. (Federation Cynologique International) Gruppe 9, der Gesellschafs- und Begleithunde. Es handelt sich um einen Kleinhund mit bis ca. 33 cm Schulterhöhe und es gibt hier in Deutschland ca. 20 Züchter.
Der Chinese-Crested-Dog ist durch sein markantes Rassemerkmal, nämlich die Haarlosigkeit etwas ganz Besonderes. Wie seine haarlosen Artverwandten der mexikanische, und der peruanische haarlose Hund (Xoloitzquintle bzw. Perro sin pelo del Peru), wurde er aufgrund dieses Merkmals seit jeher von den Menschen in den Herkunftsländern als etwas Besonderes, etwas Heiliges gehalten und behandelt. Die Existenz haarloser Hunde lässt sich bis zur Zeit der Inkas zurück datieren; es handelt sich also um sehr alte Rassen.

Verhalten und Charakter:
Der Chinese-Crested wird seit vielen Jahrhunderten in verschiedenen Ländern und Kulturkreisen gehalten und ist immer sehr auf den Menschen geprägt. Dies zeigt sich in seiner bedingungslosen Anhänglichkeit an seinen Besitzer. Stets sucht er seine Nähe, geht beim "Gassigehen" nicht außer Sichtweise zu seiner Bezugs-person.
Er lernt sehr schnell ist immer gut gelaunt und bewegt sich gerne. Er ist dabei flink wie ein Wiesel und hat eine enorme Ausdauer. Diese Eigen-schaften sind ideal, um mit dem Chinese-Crested Hundesport wie Agility oder Dogdancing zu treiben.

Fremde Menschen werden zuweilen laut bellend begrüßt und freudig beschnuppert. Der CC ist nicht aufdringlich, jedoch auch ein guter Wächter. Jede Störung zeigt er an. Er ist ein geselliger Hund, der auch mit anderen Hunden in einem Rudel gehalten werden kann.

Besonderheiten
Ein besonderes Merkmal, das einen immer größer werdenden Lieb-haberkreis wachsen lässt, ist die Haarlosigkeit seines Körpers. So finden sich viele Tierhaarallergiker unter den Besitzern, die sich ein Leben ohne Hund nicht vorstellen können oder wollen. Die Behaarung am Kopf an der Rutenspitze und an den Füßen ist vorzugsweise lang und seidig oder aber auch recht kurz und eher spärlich und die Textur gleicht der des menschlichen Haares. Sie hat keine hundetypische Unterwolle und gilt als nicht Allergie auslösend. Chinese-Crested haben auch keinen typischen Hundegeruch.

Exotisch schön
Der Chinese-Crested fällt auf! Durch seine federnde, dabei fast tänzelnde Bewegung erinnert er so manchen Betrachter an ein Miniaturpferdchen mit wallender Mähne und hoch-erhobenen Schweif. Durch die meistens dunkle seidig glänzende Haut kann man schön das Spiel der Muskeln beobachten.

Die Varianten:
Der gänzlich mit langem, seidigem Haarkleid geschmückten Powder-Puff, die eine Variante des Chinese-Crested, erinnert an eine frisch aufgeschüttelte Puderquaste (engl. Powder Puff) oder oft auch an einen Afghanischen Windhund à Miniature. Die Ohren beim Powder-Puff werden hierzulande meistens hängend getragen im Gegensatz zu den Stehohren beim haarlosen Chinese-Crested.
Die zweite Variante der "Hairy-Hairless" oder Semicoat:
Diese Variante ist der typische Ausstellungshund. Er besitzt einen dichten Schopf, schöne Socken (Fussbehaarung) und eine wallende Rutenfahne.
Diese Chinese-Crested, werden wie Pudel für die Ausstellung geschoren, weil sie mehr oder weniger undichtes Haar auch am Körper tragen.

Bei allen Varianten ist die Farbenvielfalt sehr groß, so dass es eine Augenweide sein kann, wenn sich eine Gruppe gut gepflegter Chinese-Crested aller Erscheinungsformen auf einer Hundeausstellung dem Betrachter präsentieren.
Es gibt Chinese-Crested mit ein-farbiger, mit gefleckter oder gepunkteter Haut, es gibt ein-, zweifarbige und sogar dreifarbige Fellfarben bei den Powder-Puff und die Farbbezeichnungen lassen auf eine enorme Farbpalette schließen.
So finden sich Farbbezeichnungen wie, blau, silber, smoke, havanna, creme, brindle, black and tan, blue and tan, pink, spottet auf den Ahnent
afeln. Gerade bei den Powder-Puff kann man beobachten, dass ein und der selbe Hund in seiner Farbintensität mehrere Ausprägungen im Laufe seines Lebens haben    kann.

Die Pflege ist relativ unkompliziert. Der haarlose Chinese-Crestetd sollte wie auch der Powder-Puff regelmässig gebadet bzw. gebürstet und gekämmt werden. Der Hairy Hairless wird, ähnlich wie die Pudel regelmässig geschoren.

Wenn Sie einen Hund suchen, der nichtalltäglich auf den Strassen zu finden ist, der dazu noch klein, sehr anhänglich, schlau und äußerst menschenbezogen ist, kann der Chinese-Crested der ideale Hund für Sie sein.
Er ist auch der geeignete Hund für Menschen mit Tierhaarallergie.


Manfred Ottenburg-Weise

 



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